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Rund um das Thema Schlaganfall (Apoplex)

25. 04. 2022

Rund um das Thema Schlaganfall (Apoplex)

Ein Schlaganfall kann jeden Menschen ab einem bestimmten Alter treffen, oft sind es Menschen ab ca. 60 Jahre. Allerdings können selbst Kinder im Mutterleib davon betroffen sein. Die Ursachen liegen meist entweder in einer Unterversorgung von Hirnbereichen durch Sauerstoff wie bei einem Verschluss von Arterien im Gehirn durch eine Thrombose oder durch eine "Überschwemmung" mit Blut als Folge eines Aneurysmas oder einem Einriss von Blutgefäßen. Als Risikofaktoren gelten:

Bluthochdruck

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Traumata z.B. durch Schädelverletzungen

Diabetes mellitus

Übergewicht

Bewegungsmangel

Rauchen

Alkoholkonsum

Stress

u.a.m.


 

Die typischen Anzeichen für einen Schlaganfall sind

  • plötzlich auftretende Schwäche/Taubheitsgefühl auf einer Körperseite

  • einseitige Gesichtslähmung, hängender Mundwinkel, fehlender Lidschluss = das Gesicht wirkt schief

  • einseitige Sehstörungen, Blindheit oder auch Doppelbilder

  • undeutliche, verwaschene Aussprache

  • extreme Kopfschmerzen, Vernichtungskopfschmerz

  • Bewusstlosigkeit

  • diese Symptome treten i.d.R., aber nicht zwingend einseitig auf, das hängt davon ab, an welcher Stelle im Gehirn sich der Schlaganfall ereignet hat.


 

Sollte eines dieser Anzeichen oder mehrere auftreten, ist die Zeit bis zum Eintreffen eines Notarztes ein entscheidender Faktor. Je schneller die betroffene Person versorgt werden kann, desto besser sind die Chancen zur Hilfe. Reagieren Sie im Zweifelsfall lieber zu schnell als dass Sie zu lange warten!

Oft sind die Symptome gleich zu Beginn sehr ausgeprägt, Patienten beschreiben ein Gefühl des "Gefangen seins im eigenen Körper". Gespräche werden verstanden, aber aufgrund fehlender Sprache gibt es keine Möglichkeit zu reagieren. Ein Schlaganfall ist daher auch bei zunächst ausbleibenden Reaktionen nicht gleichzusetzen mit einer geistigen Behinderung oder einer Demenz! Sprechen Sie also nicht über die Patienten hinweg sondern auch mit ihnen.


 

Die Folgen eines Schlaganfalls...

….können sehr vielseitig sein, isoliert auftreten oder in beliebigen Kombinationen. Das hängt von dem Ort im Gehirn ab, an dem sich der Schlaganfall ereignet:

  • (vorübergehender) Verlust der Sprache oder von Teilen der Sprache, die Worte sind da, möchten aber nicht "herauskommen"

  • unwillkürliche Bildung neuer Wörter (Neologismen) wie „Schreibholz statt Bleistift“ oder „Sprechdingens statt Telefon“

  • sinnentleertes Sprechen (globale Aphasie)

  • Logorrhoe (ungehemmter Redefluss)

  • Schwierigkeiten, die Buchstaben korrekt zu bilden (Sprechapraxie), unwillkürliches Vertauschen von Buchstaben

  • eingeschränktes Sprachverständnis

  • eingeschränkte Fähigkeit/Verlust von Rechnen, Lesen oder Schreiben

  • Schluckstörungen, von leichtem und gelegentlichem Verschlucken bis hin zum Verlust der Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme durch den Mund

  • eingeschränkte visuelle Wahrnehmung

  • Handlungsapraxie (einfache Handlungen werden in falscher Reihenfolge durchgeführt)

  • u.a.m.

Die Behandlung durch Logopäden sollte schnellstmöglich beginnen, sinnvollerweise kommt es zu einem ersten Kontakt bereits auf der Intensivstation. Auch hier gilt eindeutig: je früher, je besser. Logopäden verfügen über das nötige Wissen, in allen betroffenen Bereichen Hilfe zu leisten, das Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten ist umfassend und hängt von den vorliegenden Symptomen ab.


 

 
Sprechzeiten

Unsere Sprechzeiten sind Montag – Freitag von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr

 

Grundsätzlich sind wir bemüht, Ihne feste Termine, d.h. immer am gleichen Tag und zur gleichen Zeit, anzubieten. Individuelle Terminvereinbarungen sind in besonderen Fällen möglich.

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